Die Sommernächte der Sternschnuppen


Am Vormittag des 12. August wird der Sternschnuppenstrom der Perseiden seinen Höhepunkt erreichen. Astronomen rechnen mit bis zu 100 Meteoren pro Stunde. In der Nacht vom 11. auf den 12. August geht der Mond kurz nach Mitternacht auf, so dass die späten Abendstunden nicht vom Mondlicht aufgehellt werden. Dann lohnt es sich, nach den Perseiden Ausschau zu halten. Man blickt dazu in Richtung Osten, dort geht das Sternbild Perseus auf, nach dem diese Sternschnuppen benannt wurden.

Die Perseiden scheinen dem Sternbild Perseus entspringen. Solch einen „Radianten“ oder Ausstrahlungspunkt hat jeder Sternschnuppenstrom, denn die Erde fliegt auf ihrer Bahn um die Sonne dann durch eine Wolke kleiner Kometentrümmerteilchen. Im Falle der Perseiden trägt der verursachende Komet die Bezeichnung 109P/Swift-Tuttle. Dieser Komet wurde am 19. Juli 1862 von Lewis Swift und Horace Tuttle unabhängig voneinander entdeckt. Für einen Umlauf um die Sonne benötigt er rund 133 Jahre. Im Jahr 1992 konnte die Wiederkehr des Kometen beobachten werden, seine nächste Sichtbarkeit wird erst für das Jahr 2126 erwartet.

Das Sternbild Perseus ist ein klassisches Herbst- und Wintersternbild. Mitte August geht der Perseus und mit ihm der Ausstrahlungspunkt der Perseiden am Abendhimmel auf und steigt dann immer höher. Die meisten Sternschnuppen sieht man daher in den späten Abendstunden und – noch besser – frühen Morgenstunden, da unser Blick dann genau in Richtung des „Schneegestöbers“ der Sternschnuppen geht. Leider steigt nach Mitternacht auch der abnehmende Halbmond immer höher, die schwachen Sternschnuppen wird man daher nicht sehen können. Aber die Perseiden zeigen oft recht helle Meteore, die man auch bei Mondlicht sieht.

Das Auftreten der Perseiden ist nicht auf eine Nacht beschränkt, man kann auch in den Tagen vor und nach dem Maximum am 12. August sein Glück versuchen.