30 Jahre Pale Blue Dot: Von der Astronomie zu Weltbürgertum und Umweltbewusstsein


Banner zur Initiative "Pae Blue Dot". Grafiken: IAU

Am 14. Februar 1990 ließ die NASA auf Anregung des bekannten US-amerikanischen Astronomen Carl Sagan die Raumsonde Voyager 1 aus sechs Milliarden Kilometern Entfernung einen Blick zurück auf die Planeten unseres Sonnensystems werfen. Auf der dabei entstandenen Aufnahme ist die Erde nicht mehr als ein einzelner, schwach leuchtender Pixel. Sagan prägte dafür den Namen "Pale Blue Dot" (engl. blassblauer Punkt) und versuchte anhand dieses Bildes, der Menschheit bewusst zu machen, dass die Erde unser aller kosmische Heimat ist und dass wir sie gut bewahren und pflegen sollten. Er schrieb darüber in seinem Buch Blauer Punkt im All. Unsere Heimat Universum: "Es ist uns gelungen, dieses Bild aufzunehmen, und wenn man es betrachtet, sieht man einen Punkt. Das ist hier. Er ist unser Zuhause. Wir sind das."

Das globale Projekt "Pale Blue Dot" zum 30-jährigen Jubiläum des Entstehens dieser ikonischen Aufnahme soll zu Veranstaltungen inspirieren, bei denen mithilfe der Astronomie Themen wie Weltbürgerschaft und die Gemeinsamkeiten von Menschen aus verschiedenen Kulturen und mit unterschiedlichen Hintergründen diskutierten. Darüber hinaus will die Initiative über den Klimawandel informieren, indem sie die Öffentlichkeit aus der Perspektive der Astronomie daran erinnert, dass die Erde die einzige bewohnbare Welt im Universum ist, die wir kennen.

Veranstaltungsorganisatoren weltweit sind herzlich eingeladen, sich in der Woche vom 13. bis zum 20. Februar 2020 an der Initiative zu beteiligen und ihre Veranstaltungen zentral bei der IAU zu registrieren. Für das Projekt hat die IAU eine Reihe von Materialien und Vorschläge für Aktivitäten insbesondere auch in schulischem Kontext bereitgestellt (größtenteils leider nur auf Englisch).