Geminiden - Die Wünsch-dir-was-Sternschnuppen vor Weihnachten


Die Sternschnuppen der Geminiden scheinen dem Sternbild Zwillinge zu entspringen. Ihr Ausstrahlungspunkt wird „Radiant“ genannt – zu sehen sind sie aber in weiten Teilen des Nachthimmels.

Sie wurden nach dem Sternbild Zwillinge benannt: Die „Geminiden“ sorgen immer kurz vor Mitte Dezember für einen schönes Sternschnuppenschauspiel. In diesem Jahr sind die Nächte vom 13. auf den 14. und vom 14. auf den 15. besonders interessant. Dann sollen bis zu 120 Sternschnuppen pro Stunde über den Himmel huschen. Leider steht zur besten Beobachtungszeit auch der Mond am Himmel, so dass man vielleicht alle drei Minuten eine Sternschnuppe sehen wird.

Das Maximum der Geminiden fällt somit auf ein Wochenende. Wer das Sternbild Zwillinge am Himmel sucht, wird schnell fündig: Es ist genau dort, wo in diesen Tagen auch der Mond steht. Zwei besonders helle Sterne der Zwillinge wird man trotzdem sehen können. Das sind Kastor und Pollux, ein aus der griechischen Mythologie bekanntes Zwillingspaar. Wer besonders klaren Himmel hat, kann vielleicht auch die nach rechts weisenden Ketten der anderen Sterne des Sternbildes ausmachen.

Zurück zu den Sternschnuppen: Am Himmel sieht es so aus, als würden sie dem Sternbild Zwillinge entspringen. Das ist aber nur ein perspektivischer Effekt wie bei einer Autofahrt durch einen Schneeschauer. Der Grund für das vermehrte Auftreten der Sternschnuppen ist das Durchqueren der Erde einer kosmischen Staubwolke, die vermutlich vom Kleinplaneten mit der Nummer 3200 „Phaethon“ hinterlassen wurde – möglicherweise ist dieser Asteroid zerbrochen und hat Trümmerteile auf seiner Bahn hinterlassen, die beim Eindringen in die Erdatmosphäre als Sternschnuppen verglühen.

Im Gegensatz zu den bekannten Perseiden-Sternschnuppen im Sommer muss man bei den Geminiden nicht bis nach Mitternacht warten, um die meisten zu sehen. Sobald es dunkel wird, kann man neugierig nach ihnen Ausschau halten. Ein freier Blick nach Osten ist dann von Vorteil. Für besonders Eifrige der Profitipp: Astronomen erwarten die meisten Sternschnuppen entweder in der Nacht vom 13. auf den 14. Dezember nach Mitternacht oder am späten Abend des 14. Dezember – oder in der Zeit dazwischen, dann ist es bei uns leider taghell.