Wie viele Sterne sehen wir noch? So bestimmt man selbst die Himmelsqualität


Foto: Sven Melchert

Das Ausmaß der Lichtverschmutzung kann jeder selbst messen, indem man die Anzahl der sichtbaren Sterne bestimmt oder mit einem Gerät die Himmelshelligkeit misst. Diese Messungen werden international gesammelt, so dass sich ein globales Bild der Lichtverschmutzung ergibt.

Möglichkeit 1: Sterne zählen
Die Anzahl der sichtbaren Sterne oder die Helligkeit der schwächsten sichtbaren Sterne kann mit Hilfe von zwei Apps bestimmt werden:

Mit der „Verlust der Nacht“-App werden Sterne unterschiedlicher Helligkeit ausgesucht, daraus wird die Helligkeit der schwächsten sichtbaren Sterne abgeleitet. Position und Messergebnis werden an einen zentralen Server übertragen, dort können die Messungen auch überprüft werden: http://www.myskyatnight.com

Die Apps für Android und iOS sind hier verfügbar:

Android-Version: https://play.google.com/store/apps/details?id=com.cosalux.welovestars

iOS-Version: https://itunes.apple.com/us/app/loss-of-the-night/id928440562?mt=8

Bei dem Projekt „Globe at Night“ (www.globeatnight.org) wird die Anzahl der sichtbaren Sterne im Sternbild Löwe mithilfe von Sternkarten bestimmt. Dies kann mit Hilfe der Webapp auf der Internetseite https://www.globeatnight.org/de/webapp/ erfolgen. Alternativ gibt es hier einen Beobachtungsbogen mit Hinweisen zum Download.

Möglichkeit 2: Die Himmelshelligkeit messen
Mithilfe des etwa zigarettenschachtelgroßen Messgerätes „Sky Quality Meter“ (SQM-L, Internetseite des Herstellers Unihedron: www.unihedron.com) kann die Himmelshelligkeit (vorzugsweise an der höchsten Stelle des Himmels, dem Zenit) gemessen werden. Das Gerät wird von vielen Hobbyastronomen benutzt und ist bei Teleskophändlern erhältlich (Kosten ca. 150 €). Eine Benutzungsanleitung dazu gibt es hier.

Die Daten können (und sollten) in den oben genannten Apps oder der Internetseite für eine internationale Auswertung eingegeben werden, um die Lichtverschmutzung zuverlässig zu ermitteln.