Astronomietag am 30. März 2019 mit über 180 Veranstaltungen in Deutschland und der Schweiz


Plakat zum Astronomietag 2019

Das Weltall mit eigenen Augen sehen

Die Welt der Sterne ist den meisten von uns unbekannt. Vom Großen Wagen hat jeder schon einmal gehört, doch wo findet man ihn? Und kann ich eigentlich mein „Sternzeichen“ auch am Himmel finden? Welcher der vielen Sterne ist vielleicht ein Planet? Einmal im Jahr gibt es eine ganz besondere Gelegenheit, sich diesen Wunsch zu erfüllen: Rund 30.000 Interessenten besuchen alljährlich die Veranstaltungen zum Astronomietag, der seit 2003 in Deutschland bundesweit von der Vereinigung der Sternfreunde koordiniert wird, seit 2010 gemeinsam mit der Schweizerischen Astronomischen Gesellschaft (SAG). Am 30. März 2019 ist es wieder soweit: Über 180 astronomisch interessierte Privatpersonen, Schulen, Volkssternwarten, amateurastronomische Vereine, Planetarien, Forschungsinstitute und weitere Einrichtungen sind in diesem Jahr dem Aufruf von VdS und SAG gefolgt und bieten in ganz Deutschland und der Schweiz am Samstag, dem 30. März 2019 ein breit gefächertes Programm anlässlich des Astronomietags an und laden dazu ein, die Welt der Sterne mit den eigenen Augen zu erkunden..

Licht aus – Sterne an!

Sternbilder findet man am besten, wenn es um einen herum dunkel ist. Dann funkeln unzählige Lichter am Himmel. Passend zum Astronomietag ruft der WWF an diesem Abend von 20:30 bis 21:30 Uhr zur „Earth Hour“ auf. Einfach mal für eine Stunde das Licht auslassen, dabei Strom sparen, die Umwelt schonen und als Dank die Sterne sehen.

Sobald es abends dunkel wird, zeigen sich die Sterne des vergangenen Winters. Der hellste von ihnen heißt Sirius, er ist der Hauptstern im Sternbild Großer Hund. Nicht weit davon entfernt bilden die sieben Sterne des Himmelsjägers Orion eine prägnante Figur: drei von ihnen stehen in einer Reihe, zwei davon darüber und zwei darunter. Wo ist denn nur der Große Wagen? Im Frühjahr steht er hoch am Himmel, man muss seinen Kopf in den Nacken legen. Im Westen gehen die Wintersternbilder unter, im Osten erheben sich die Frühlingssternbilder über den Horizont. Wenn man genau hinschaut, einen Baum oder ein Haus als Hilfe nimmt, dann wird man sehen, wie sich der Sternhimmel mit der Zeit bewegt. Warum? Weil sich die Erde dreht.

Lästige Lichtverschmutzung - sinnvolle Beleuchtung

Als würden Dieselaffäre, Kohlekraftwerke und Klimawandel als Anlass für Klimastreiks nicht ausreichen, kommt noch die Lichtverschmutzung hinzu. Licht hat nämlich auch seine Schattenseiten: In den hell erleuchteten Städten und Siedlungen verenden Insekten an den Laternen, die Tierwelt wird in ihrem Lebensrhythmus gestört, das Naturerlebnis Sternenhimmel völlig überstrahlt. Selbst wir Menschen leiden, wenn Straßenlampen die Wohnräume ausleuchten und uns so den Schlaf rauben.

Licht bietet Sicherheit, wer mag schon darauf verzichten? Das muss niemand, denn es geht nicht um ein Weniger an Licht, sondern um richtige Beleuchtung. Das Licht soll sein Ziel erhellen, nicht den Himmel oder die Natur. Moderne Lampen machen das möglich, man muss nur wissen welche und spart dann sogar noch Strom. Auch darüber informiert der Astronomietag in diesem Jahr.

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