Geostationäre Satelliten

Gerade in den Sommernächten, wenn die Sonne nicht sehr tief unter dem Horizont steht, machen sich die zahlreichen künstlichen Begleiter unserer Erde bemerkbar. Während die Satelliten in den niedrigen Umlaufbahnen oft schon mit dem bloßen Auge gesehen werden können, benötigt man für die geostationären Satelliten schon sein Teleskop.

Der österreichische Amateurastronom Andreas Bender hat ein kleines, aber sehr hilfreiches DOS-Tool namens GeoSat geschrieben, mit dem das Aufsuchen geostationärer Satelliten erleichtert wird. Auf der Homepage kann das Tool heruntergeladen werden; außerdem wird dort die zugrundeliegende Mathematik präsentiert.

GeoSat erwartet als Eingabe Datum, Uhrzeit, geographische Koordinaten des Beobachters und den Längengrad des Satelliten (z.B. Astra: 19.2° Ost). Als Ausgabe werden die Koordinaten in Rektaszension und Deklination sowie Stundenwinkel, Höhe über dem Horizont und Azimut berechnet.

Die Astra-Satelliten beispielsweise haben eine Helligkeit von etwa 11 mag. Es ist ganz nett anzuschauen, wie dieses Grüppchen aus sieben Einzelobjekten bei abgestellter Nachführung vor dem Sternhintergrund entlangzieht. Besonders Eindrucksvoll dürfte dies bei einer Passage an einem lockeren Sternhaufen sein.

Andere Ziele sind DFS-Kopernikus, Eutelsat oder Meteosat, wobei erstere im Grunde genommen nicht mehr geostationär sind, sondern sich auf einem benachbarten Friedhofsorbit befinden.