Aesopus

Das Observatorium Padua hostet ein Webfrontend namens ÆSOPUS, welches die Berechnung der Opazität (Lichtundurchlässigkeit) eines idealen Gases vornimmt. Als Eingabeparameter werden die Temperatur T, ein Parameter R (= ρ/T6, ρ:Dichte) und die chemische Zusammensetzung des Gases entgegengenommen. Für mehr als 800 Gase (sowohl atomar als auch molekular) liegen Parametersätze zur Opazitätsberechnung vor. Dabei können auch Mischungen verschiedener Gase samt ihrer anteiligen Zusammensetzung beliebig konfiguriert werden.

Diese Tool wurde Astrophysikern zur Verfügung gestellt, um Strahlungshaushalte in Sternatmosphären und im Sterninneren besser untersuchen zu können. Die Opazität hängt von der freien Weglänge der Photonen ab, und diese wiederum von Gehalt freier Elektronen bzw. dem Ionisierungsgrad der Materie. Letztlich gelangt man zu den Ionisierungsenergien der Atome/Moleküle, zur Dichte und zur Temperatur.

Mit Hilfe der Gesetze der Thermodynamik und der Annahme eines Gleichgewichtszustands lassen sich Gleichungssysteme aufstellen, die auf numerischem Wege gelöst werden können. Hierbei bieten sich mehrere Verfahren, z.B. Optimierungsalgorithmen oder das Newton-Raphson-Verfahren, an.

Es muß beachtet werden, daß die Konvektion von dieser Software nicht erfaßt wird.

Quelle: arxiv.org/PS_cache/arxiv/pdf/0907/0907.3248v1.pdf