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Bei Mondfinsternissen stehen Sonne, Erde und Mond auf einer Linie, so dass die Erde ihren Schatten auf den Mond wirft, der zu dieser Zeit eigentlich voll von der Sonne beleuchtet sein sollte. Normalerweise würde sich der Mond ein Stück oberhalb oder unterhalb der gedachten Linie Erde-Sonne befinden und wir hätten ganz normalen Vollmond. Aber eben nicht dieses Mal! Etwa ein- bis zweimal im Jahr ereignet sich dieses Phänomen.
Der Ablauf einer Finsternis verläuft wie folgt:
Zuerst tritt der Mond in den Halbschatten ein. Da die Erde nicht punktförmig, sondern flächig ist (mit einem Radius von 6370 km), gibt es einen Bereich, in dem nur ein Teil des Sonnenlichts den Mond erreicht. Die Abdunkelung ist aber minimal und zudem ist zu dieser Zeit die Sonne noch nicht untergegangen. Dann beginnt der Mond in den Kernschatten der Erde zu laufen. Die Verfinsterung ist nun deutlich zu sehen. Der Höhepunkt der Finsternis beginnt, wenn der Mond voll im Kernschatten der Erde steht, aus dem er normalerweise nach 1 bis 2 Stunden wieder herausläuft. In dieser Zeit wird der Mond als dunkelrot leuchtender Himmelskörper auszumachen sein und es werden deutlich mehr Sterne am Himmel zu beobachten sein, als bei einem normalen Vollmond.
Das Ende der Finsternis wird eingeläutet, wenn der Mond ganz aus dem Kernschatten herausgetreten ist und sich nun wieder im Halbschatten der Erde befindet. Dann ist das Schauspiel vorüber.
Tritt der Mond bei einer Mondfinsternis komplett in den Kernschatten der Erde ein, spricht man von einer Totalen Mondfisternis. Wenn nur ein Teil des Mondes in den von der Erde geworfenen Schatten eintaucht, spricht man dagegen von einer Partiellen Mondfinsternis. Daneben gibt es auch Halbschattenfinsternisse, die allerdings nicht besonders auffällig sind. Auch hierbei unterscheidet man totale und partielle Finsternisse.
Die nächste in Deutschland zu beobachtende Finsternis ist eine Partielle Mondfinsternis am Abend des 15. Juni 2011.
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