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Nach den hellen Sommernächten wird es im September wieder deutlich früher dunkel. Bereits gegen 21.30 Uhr kann man die meisten Sternbilder sehen. Früh am Abend ist es am Himmel immer noch Sommer, was man gut am Sommerdreieck mit Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler erkennen kann. Zu späterer Stunde – unsere Sternkarte gilt ja immer für Mitternacht (bei Sommerzeit sogar für 1 Uhr) – steht das große „Herbstviereck“ hoch am Himmel. Drei seiner Sterne gehören zum Sternbild Pegasus, die linke obere Ecke dagegen zur Lichterkette der Andromeda.
Unterhalb von Pegasus und Andromeda stehen die Tierkreissternbilder Steinbock, Wassermann und Fische. Im westlichen Teil der Fische glänzt auffällig der Riesenplanet Jupiter. Alle drei Sternbilder sind aber nur mit so schwachen Sternen gesegnet, dass man einen ziemlich dunklen Beobachtungsort braucht, um sie am Himmel zu finden. An helleren Sternen in dieser Gegend fällt einzig Diphda (unterhalb von Jupiter) im Sternbild Walfisch auf. Sehr nah am Horizont kann man außerdem die helle Fomalhaut im Südlichen Fisch funkeln sehen.
Merkur kann im September endlich wieder gesehen werden. Allerdings ist diese Sichtbarkeit nur etwas für Frühaufsteher: Vom 19. bis 26.9. wird man Merkur gegen 6 Uhr (Sommerzeit) etwas links der Ostrichtung am Morgenhimmel finden können.
Venus ist zwar noch Abendstern, ihre Sichtbarkeit am Abendhimmel nimmt aber stark ab. Gleichzeitig nimmt der Venusdurchmesser stark zu und unser innerer Nachbarplanet zeigt eine immer schmaler werdende Sichel.
Mars hat sich nach Westen hin verabschiedet und ist im September eigentlich nicht mehr sichtbar. Bei gutem Wetter kann man am 1.9. noch die Begegnung von Mars und Venus im Fernglas verfolgen.
Jupiter erreicht am 21.9. endlich seine Oppositionsstellung; er geht dann abends auf, ist die ganez Nacht als hellster „Stern“ zu sehen und geht erst morgens wieder unter. Nahe bei Jupiter hält sich der sehr viel schwächere Planet Uranus auf, der auch am 21.9. seine Oppositionsstellung erreicht.
Saturn hat sich vom Abendhimmel verabschiedet. Sein Abstand zur Sonne wird immer geringer, der Ringplanet ist unsichtbar.
Uranus, der ferne Gasplanet mit grünlicher Färbung, steht am 21.9. zusammen mit Jupiter in Opposition. Wer Uranus finden will, richtet sein Fernglas auf Jupiter und sucht dort nach einem kleinen, grünlichen „Stern“.
Neptun steht zwischen Steinbock und Wassermann. Der fernste Gasplanet ist jetzt auch abends zu sehen, wozu man aber ein gutes Fernglas oder besser ein Teleskop benötigt.
31.08.2010
Mond-Libration maximal 8,3° im Mond-SW
01.09.2010
Mond 1,0° S Plejaden, O-Himmel
01.09.2010
Letztes Viertel
05.09.2010
Mond 8,7° S Beta Gem (Pollux, 1,2 mag), NO-Himmel
08.09.2010
Mond erdnah, Winkeldurchmesser 33' 23"
08.09.2010
Neumond
11.09.2010
Mond 2,7° SO Venus (-4,5 mag), SW-Horizont
12.09.2010
Pluto (14,2 mag) 32" O Stern HD166337 (7,7 mag), Sternbild Schütze, S-Himmel
13.09.2010
Mond-Libration maximal 9,0° im Mond-NO
15.09.2010
Erstes Viertel